Snooker Wettanbieter in Deutschland – Vergleich, Quoten und GGL-Lizenz

Snooker Wettanbieter – Nahaufnahme eines Snookertisches mit Queue und roter Kugel

Ladevorgang...

Vor vier Jahren habe ich bei einem Anbieter auf das Masters-Finale gewettet und erst nach dem Gewinn festgestellt, dass die Plattform keine deutsche Lizenz hatte. Die Auszahlung kam – irgendwann. Aber das Gefühl, auf rechtlich unsicherem Terrain zu stehen, war unangenehm genug, um meine Anbieter-Auswahl danach grundlegend zu überdenken.

Snooker ist eine Nischensportart im Wettmarkt. Nicht jeder Buchmacher bietet tiefe Märkte an, nicht jeder hat überhaupt Snooker-Quoten jenseits der Siegwette, und nicht jeder operiert legal auf dem deutschen Markt. Genau deshalb lohnt sich ein systematischer Blick auf die Kriterien, die einen guten Snooker-Wettanbieter ausmachen – jenseits von Werbeversprechen und Willkommensboni.

In diesem Artikel gehe ich die fünf entscheidenden Auswahlkriterien durch, erkläre den Quotenschlüssel im Detail, bewerte die Marktabdeckung und zeige, warum die GGL-Lizenz (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) keine optionale Empfehlung ist, sondern eine harte Voraussetzung. Am Ende wirst du wissen, welcher Anbieter-Typ zu deinem Wettverhalten passt – und warum ein zweiter Account oft mehr bringt als ein besserer Bonus.

Fünf Kriterien für den richtigen Snooker-Buchmacher

Ende August 2025 verfügten exakt 29 Unternehmen über eine gültige GGL-Konzession für Online-Sportwetten in Deutschland. 24 davon haben ihren Sitz auf Malta. Das sind die Zahlen, die den Markt definieren – und die erste Erkenntnis daraus lautet: Die Auswahl ist kleiner, als die meisten annehmen.

Ich bewerte jeden Snooker-Buchmacher nach fünf Kriterien, die ich über Jahre entwickelt habe. Keines davon ist verhandelbar, und die Reihenfolge ist bewusst gewählt.

Das wichtigste Kriterium ist die GGL-Lizenz. Das ist keine Option, das ist eine Eintrittskarte. Ohne gültige Konzession der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist ein Anbieter für den deutschen Markt schlicht tabu. Ich komme im Detail darauf zurück, aber an dieser Stelle reicht die klare Ansage: Prüfe die GGL-Whitelist, bevor du überhaupt die Startseite eines Anbieters liest.

Gleich danach kommt der Quotenschlüssel. Das ist die Kennzahl, die über deine langfristige Rendite entscheidet. Ein Anbieter mit 90 Prozent Quotenschlüssel behält zehn Cent von jedem Euro für sich. Ein Anbieter mit 95 Prozent nur fünf Cent. Der Unterschied klingt marginal, aber über hundert Wetten summiert er sich zum größten einzelnen Kostenfaktor, den du als Wetter hast.

Die Snooker-Marktabdeckung trennt gute von mittelmäßigen Anbietern. Bietet der Anbieter nur Siegwetten bei der WM (Weltmeisterschaft), oder findest du auch Frame-Handicaps, Century-Break-Märkte und Livewetten bei Ranglistenturnieren der zweiten Reihe? Je tiefer die Abdeckung, desto mehr Möglichkeiten hast du, dein Wissen in Wetten umzusetzen.

Livewetten-Qualität verdient einen eigenen Prüfpunkt. Snooker-Livewetten erfordern schnelle Quotenaktualisierung und stabile Plattformen. Ein Anbieter, der Livequoten erst mit Verzögerung aktualisiert oder ständig Märkte sperrt, ist für In-Play-Wetten unbrauchbar – egal wie gut seine Pre-Match-Quoten sind.

Bleibt die Benutzerfreundlichkeit und mobile Erfahrung. Über 70 Prozent aller Sportwetten in Deutschland werden mittlerweile mobil abgegeben. Eine Wettplattform, die auf dem Smartphone schlecht funktioniert, ist 2026 keine ernsthafte Option mehr. Ich achte auf Navigation, Wettschein-Erstellung und die Geschwindigkeit der Seitenladung – besonders während Live-Matches, wenn jede Sekunde zählt.

Diese fünf Kriterien sind mein Filter. Was ihn nicht besteht, schaue ich mir nicht weiter an – unabhängig davon, wie attraktiv der Willkommensbonus sein mag.

Was in dieser Aufzählung bewusst fehlt: das Design der Webseite, die Markenbekanntheit, die Anzahl der angebotenen Sportarten oder die Größe des TV-Werbeetats. Ich habe Anbieter erlebt, die mit schlichter Oberfläche und minimalem Marketing die besten Snooker-Quoten im Markt hatten. Und ich habe Premium-Plattformen getestet, die bei Snooker nur Siegwetten auf die WM anboten und danach den Markt wieder schlossen. Oberflächliche Qualitätsmerkmale sagen nichts über das Snooker-Produkt aus.

Ein Aspekt, den ich bewusst separat betone: der Kundenservice in deutscher Sprache. Bei einer Wettreklamation oder einem technischen Problem ist es ein Unterschied, ob du das Problem auf Deutsch erklären kannst oder auf Englisch in einen Chat tippen musst, der von einem Bot beantwortet wird. Nicht jeder lizenzierte Anbieter hat deutschsprachigen Support – und in einer Stresssituation merkst du das sofort.

Quotenschlüssel im Snooker – was Buchmacher wirklich auszahlen

Wie viel zahlt ein Buchmacher wirklich aus? Die Antwort steckt im Quotenschlüssel – einer Kennzahl, die die meisten Wetter nie bewusst prüfen. Und genau das kostet sie langfristig mehr als jede verlorene Einzelwette.

Der Quotenschlüssel drückt aus, welchen Prozentsatz der Einsätze ein Buchmacher theoretisch an die Spieler zurückgibt. Bei einem Quotenschlüssel von 95 Prozent behält der Anbieter fünf Prozent Marge. Bei 90 Prozent sind es zehn Prozent. Klingt nach fünf Prozentpunkten Unterschied – ist aber in der Praxis der Unterschied zwischen langfristig profitablem Wetten und systematischem Verlust.

In unabhängigen Tests erreichte der Quotenschlüssel für Snooker-Wetten bei einzelnen Anbietern 95,28 Prozent. Das ist ein ausgezeichneter Wert – überdurchschnittlich für eine Nischensportart und vergleichbar mit den besten Quoten im Fußball-Markt. Aber Vorsicht: Dieser Wert schwankt erheblich zwischen Anbietern. Bei Plattformen ohne spezialisierten Snooker-Markt liegt der Schlüssel oft nur bei 88 bis 91 Prozent. Die Spanne ist gewaltig.

Die Auszahlungsquote bei deutschen Sportwettenanbietern liegt laut Branchenberichten bei mindestens 85 Prozent, bei Anbietern, die die Wettsteuer übernehmen, sogar über 93 Prozent. Dieses Detail ist entscheidend: Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz drückt die effektive Auszahlung. Ein Anbieter, der diese Steuer selbst trägt statt sie an den Kunden weiterzureichen, bietet de facto bessere Quoten – auch wenn die nominale Quote identisch aussieht.

Wie prüfst du den Quotenschlüssel selbst? Es geht mit simpler Mathematik. Nimm ein Match mit zwei Spielern und deren Dezimalquoten. Teile 1 durch Quote A, teile 1 durch Quote B, addiere beide Ergebnisse. Beispiel: Spieler A steht bei 1.85, Spieler B bei 2.00. Rechnung: (1/1.85) + (1/2.00) = 0.5405 + 0.5000 = 1.0405. Der Quotenschlüssel ist 1 geteilt durch 1.0405 = 96,1 Prozent. Das ist ein starker Wert. Liegt das Ergebnis über 1.10, also unter 91 Prozent Quotenschlüssel, suchst du dir besser einen anderen Anbieter für diese Wette.

Mein Rat: Prüfe den Quotenschlüssel nicht einmal, sondern regelmäßig. Manche Anbieter haben starke Quoten bei großen Turnieren und schwache bei kleineren Events. Andere sind konstant solide. Diese Muster zu kennen gibt dir einen echten Vorteil, weil du für jede Wette den Anbieter mit dem besten Preis wählen kannst.

Noch ein Punkt, den viele übersehen: Der Quotenschlüssel variiert nicht nur zwischen Anbietern, sondern auch zwischen Wettarten beim selben Anbieter. Siegwetten haben typischerweise den besten Schlüssel, weil dort das meiste Geld fließt. Handicap- und Spezialwetten – Century Breaks, Frame-Gewinner – haben oft schlechtere Schlüssel, weil der Anbieter das geringere Wettvolumen durch höhere Margen kompensiert. Wer regelmäßig Spezialwetten spielt, sollte den Schlüssel dort gezielt prüfen, nicht nur bei der Siegwette.

Langfristig ist der Quotenschlüssel der Hebel, über den du am meisten Kontrolle hast. Du kannst weder die Ergebnisse auf dem Tisch beeinflussen noch die Quoten selbst setzen. Aber du kannst entscheiden, bei welchem Anbieter du welche Wette platzierst – und diese Entscheidung macht über hunderte Wetten den Unterschied zwischen roter und schwarzer Zahl.

Snooker-Marktabdeckung – Turniere, Wettarten, Tiefe

Bei der WM 2025 mit einem Preisgeld von 2,395 Millionen Pfund hatte jeder halbwegs seriöse Anbieter Snooker-Quoten im Programm. Aber was passiert beim Shanghai Masters? Beim Northern Ireland Open? Beim Championship League? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Snooker-Marktabdeckung hat drei Dimensionen, und alle drei müssen stimmen.

Die erste Dimension ist die Turnierbreite. Die Snooker-Saison umfasst über 30 Ranglistenturniere plus Einladungsevents, Qualifikationsrunden und die neue Turnierserie in Saudi-Arabien. Ein Anbieter, der nur die Triple Crown abdeckt – WM, UK Championship, Masters – lässt neun Monate Wettmöglichkeiten liegen. Ich erwarte von einem guten Snooker-Buchmacher mindestens Quoten für alle Ranglistenturniere, idealerweise auch für die größeren Einladungsevents.

Die zweite Dimension ist die Wettarten-Tiefe. Siegwetten bietet jeder. Aber Frame-Handicaps, Over/Under auf die Frame-Zahl, Century-Break-Märkte und Outright-Wetten? Das Angebot variiert dramatisch. Ich habe Anbieter erlebt, die bei einem WM-Viertelfinale sechs verschiedene Märkte anboten, während der Konkurrent für dasselbe Match nur die Siegwette listete. Sechs Märkte gegen einen – das ist kein Unterschied in der Nuance, das ist ein fundamental anderes Produkt.

Die dritte Dimension ist die Livewetten-Tiefe. Bietet der Anbieter live nur den Matchsieger an, oder kann ich auch Frame-Gewinner, nächstes Century und Session-Gewinner in Echtzeit wetten? Live-Märkte erfordern vom Anbieter erheblichen technischen Aufwand – Echtzeit-Datenfeeds, schnelle Quotenberechnung, stabile Server. Nicht jeder investiert das für eine Nischensportart.

Ein Punkt, der in keinem Anbieter-Vergleich auftaucht, aber in der Praxis enorm relevant ist: die Geschwindigkeit der Quotenöffnung. Bei Snooker-Turnieren steht die Auslosung manchmal erst 48 Stunden vor Turnierbeginn fest. Anbieter, die innerhalb weniger Stunden nach der Auslosung Quoten veröffentlichen, geben dir mehr Zeit für deine Analyse und – wichtiger – bieten in der Frühphase oft breitere Quoten, weil der Markt noch weniger Geld absorbiert hat. Anbieter, die erst am Morgen des Spieltags Quoten stellen, nehmen dir diesen Vorteil.

Wie erkennst du die Abdeckung, ohne dich bei jedem Anbieter anzumelden? Tipp: Schaue dir die Wettmärkte an einem normalen Turnier-Wochenende an, nicht während der WM. Die WM ist das Schaufenster – da bieten auch Anbieter tiefe Märkte an, die Snooker sonst ignorieren. Ein Freitagabend während des Welsh Open sagt mehr über die echte Snooker-Abdeckung als der WM-Finaltag.

Ein weiterer Aspekt der Marktabdeckung, der selten diskutiert wird: die Qualifikationsrunden. Viele Ranglistenturniere haben vorgelagerte Qualifikationsrunden mit Spielern außerhalb der Top 64. Diese Matches werden von einigen Anbietern bepreist, von anderen komplett ignoriert. Für spezialisierte Snooker-Wetter sind Quali-Runden Gold, weil die Quoten dort weniger effizient sind – die Buchmacher investieren weniger Analysezeit in Spieler auf Rang 90 als in die Top 16.

Zusammenfassend rate ich jedem ernsthaften Snooker-Wetter, sich ein eigenes Abdeckungs-Profil seiner Anbieter zu erstellen. Notiere bei drei bis vier Turnieren verschiedener Größenordnung, welcher Anbieter welche Märkte anbietet. Nach einem Monat hast du ein klares Bild, das dir die Entscheidung für die richtige Plattform deutlich erleichtert.

Willkommensbonus und Snooker – was wirklich nutzbar ist

„100 Prozent Bonus bis 100 Euro“ – wer sich bei Sportwettenanbietern registriert, begegnet diesem Versprechen auf Schritt und Tritt. Die Frage für Snooker-Wetter lautet nicht, ob ein Bonus attraktiv klingt, sondern ob er im Snooker-Kontext überhaupt realistisch umsetzbar ist.

Die meisten Willkommensboni sind an Umsatzbedingungen geknüpft. Ein typisches Modell: Du musst den Bonusbetrag fünfmal zu einer Mindestquote von 1.70 umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich wird. Bei einem Bonus von 100 Euro bedeutet das 500 Euro an Wetteinsätzen zu Quoten von mindestens 1.70 – innerhalb einer Frist von 30 oder 60 Tagen.

Für Snooker-Wetter stellen sich dabei zwei konkrete Probleme. Die Turnierdichte schwankt. Im Sommer gibt es Wochen ohne relevante Matches. Wenn deine Bonusfrist in eine turnierfreie Phase fällt, fehlen dir schlicht die Wettgelegenheiten, um den Umsatz zu erreichen. Dazu kommt die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz, die bei jedem Bonusumsatz mitfrisst. Jede Wette, die du platzierst, kostet dich effektiv 5,3 Cent pro Euro – und das summiert sich über die geforderten Umsatzrunden.

Heißt das, Boni sind wertlos? Nicht grundsätzlich. Aber sie sind nur dann sinnvoll, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Die Umsatzbedingungen sind moderat (maximal fünfmal den Bonusbetrag), die Frist ist großzügig (mindestens 60 Tage), und du hättest die Wetten ohnehin platziert. Ein Bonus, der dich zu Wetten verleitet, die du ohne ihn nie abgeschlossen hättest, ist kein Geschenk – er ist ein Anreiz zum unüberlegten Wetten.

Mein Ansatz: Ich nehme Boni mit, wenn sie in mein normales Wettverhalten passen. Wenn nicht, ignoriere ich sie. Ein Anbieter, der ohne Bonus die besten Quoten und die tiefsten Märkte bietet, ist mir langfristig mehr wert als einer mit großzügigem Willkommenspaket und mäßigem Produkt.

Noch eine Warnung: Manche Anbieter koppeln den Bonus an Mindestquoten von 2.00 oder höher. Bei Snooker sind Quoten über 2.00 in der Regel Außenseiterwetten. Wenn du gezwungen bist, ausschließlich auf Außenseiter zu setzen, um den Bonus umzusetzen, pervertiert das deine Wettstrategie. Der Bonus soll dein Budget unterstützen, nicht deine Analyse ersetzen.

Ein Szenario, in dem Boni tatsächlich gut funktionieren: die WM-Saison. Wenn du ohnehin planst, während der WM intensiv zu wetten, kann ein Willkommensbonus die Bankroll aufstocken, ohne dass du dein Verhalten ändern musst. Die Turnierphase ist lang genug und bietet genug Matches, um Umsatzbedingungen organisch zu erfüllen. Außerhalb der großen Events wird es dagegen eng.

GGL-Whitelist – warum die Lizenz nicht verhandelbar ist

382 illegale Sportwetten-Webseiten standen 2024 in deutschsprachigen Ländern aktiv im Netz – gegenüber gerade einmal 34 legalen. Das Verhältnis lautet 1:11. Elf illegale Seiten auf jede legale. Mathias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbands (DSWV), nannte den Schwarzmarkt ein „ernstzunehmendes strukturelles Problem“.

Was bedeutet das konkret für dich als Snooker-Wetter? Zunächst einmal: Jeder Anbieter, der in Deutschland Sportwetten anbieten darf, steht auf der GGL-Whitelist. Diese Liste ist öffentlich einsehbar, wird regelmäßig aktualisiert und ist dein einziges verlässliches Prüfwerkzeug. Wenn ein Anbieter nicht auf dieser Liste steht, operiert er in Deutschland ohne Genehmigung.

Die Konsequenzen des illegalen Wettens treffen nicht nur den Anbieter, sondern auch dich. Bei unlizenzierten Plattformen gibt es keinen Rechtsanspruch auf Gewinnauszahlung, keinen Zugang zum LUGAS-Spielersperrsystem (Länderübergreifendes Glücksspielaufsichtssystem), keine Einzahlungslimits zum Selbstschutz und keine regulierte Beschwerdeinstanz. Wenn ein illegaler Anbieter deine Auszahlung verweigert, hast du keine legale Handhabe.

Ich höre immer wieder das Argument: „Die illegalen Anbieter haben bessere Quoten und mehr Wettarten.“ Das stimmt in Einzelfällen – und genau das macht sie gefährlich. Dahms selbst betonte, dass der beste Schutz vor dem Schwarzmarkt ein attraktives legales Angebot sei, mit mehr zulässigen Wettarten und einer realitätsnahen Regulierung. Die Lücke existiert. Aber die Antwort darauf ist nicht, auf unsicherem Terrain zu wetten, sondern innerhalb des legalen Rahmens den besten Anbieter zu finden.

Wie prüfst du die Whitelist? Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder veröffentlicht die aktuelle Liste auf ihrer offiziellen Webseite. Der Vorgang dauert zwei Minuten. Suche den Namen des Anbieters, prüfe die Konzessionsnummer, und du weißt Bescheid. Kein Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Risiko steht.

Ein Detail am Rande: Von den 29 lizenzierten Anbietern haben 24 ihren Firmensitz auf Malta. Das ist kein Warnsignal – Malta ist traditionell der Standort europäischer Glücksspielunternehmen, und die maltesische Lizenz hat international einen soliden Ruf. Entscheidend für den deutschen Markt ist ausschließlich die GGL-Konzession.

Die GGL-Lizenz bringt Einschränkungen mit sich, die du kennen solltest. Es gibt monatliche Einzahlungslimits, eine anbieterübergreifende Spielersperre über das LUGAS-System und Beschränkungen bei bestimmten Wettarten. Live-Wetten etwa sind im legalen Markt nur in begrenztem Umfang erlaubt. Diese Einschränkungen empfinden manche Wetter als hinderlich – aber sie existieren zum Spielerschutz und sind der Preis für einen regulierten, rechtlich abgesicherten Markt.

Für Snooker-Wetter im Speziellen hat die Regulierung übrigens einen positiven Nebeneffekt: Die lizenzierten Anbieter sind gezwungen, Qualitätsstandards einzuhalten. Das betrifft auch die Korrektheit der Quoten, die Transparenz der Abrechnungen und den Umgang mit Beschwerden. Auf dem Schwarzmarkt existiert von alledem nichts.

Welcher Anbieter passt zu welchem Wett-Typ

Nicht jeder Snooker-Wetter braucht denselben Anbieter. Das klingt banal, aber ich sehe ständig Leute, die einen einzigen Account eröffnen und davon erwarten, dass er alle Bedürfnisse abdeckt. So funktioniert das nicht.

Der Gelegenheitswetter, der bei der WM zwei, drei Siegwetten platziert und den Rest des Jahres nicht an Snooker denkt, braucht vor allem eine einfache Registrierung, eine stabile App und verständliche Quoten. Tiefe Marktabdeckung oder der beste Quotenschlüssel spielen bei drei Wetten pro Jahr keine Rolle. Hier zählt Komfort.

Der regelmäßige Snooker-Wetter, der über die Saison hinweg bei zehn bis fünfzehn Turnieren aktiv ist, sollte zwei bis drei Accounts bei verschiedenen Anbietern unterhalten. Der Grund ist einfach: Quotenvergleich. Wenn Anbieter A für ein WM-Viertelfinale auf den Favoriten 1.75 bietet und Anbieter B 1.85, ist die Entscheidung klar – aber du brauchst beide Accounts, um den Vergleich überhaupt machen zu können. Über eine Saison hinweg summiert sich der Quotenvorteil durch konsequentes Vergleichen zu einem der wirkungsvollsten Renditehebel, die dir als Wetter zur Verfügung stehen.

Der spezialisierte Livewetter braucht den Anbieter mit der besten Echtzeitperformance. Schnelle Quotenaktualisierung, breite Live-Märkte während des Matches, stabile Server auch in Stoßzeiten. Wenn der Frame-Gewinner-Markt regelmäßig gesperrt wird, während du gerade wetten willst, ist der Anbieter für Livewetten unbrauchbar – egal, wie gut die Pre-Match-Quoten sind.

Der Value-orientierte Wetter, der systematisch unterbewertete Quoten sucht, braucht den Anbieter mit dem höchsten Quotenschlüssel und der größten Toleranz gegenüber Gewinnern. Manche Anbieter limitieren Spieler, die konstant gewinnen – sie reduzieren die maximal möglichen Einsätze oder schränken den Zugang zu bestimmten Märkten ein. Für Value-Wetter ist das ein ernsthaftes Problem, das bei der Anbieterwahl berücksichtigt werden muss.

Ein letzter Punkt, der alle Typen betrifft: Teste den Kundensupport, bevor du ihn brauchst. Stelle eine einfache Frage per Live-Chat oder E-Mail und miss die Reaktionszeit und Qualität der Antwort. Wenn die Kommunikation schon bei einer simplen Anfrage hakt, willst du nicht erleben, wie sie bei einem echten Problem funktioniert.

Die Anbieterwahl ist keine einmalige Entscheidung. Der Snooker-Wettmarkt entwickelt sich, neue Anbieter kommen hinzu, bestehende ändern ihre Marktabdeckung. Ich überprüfe meine Anbieter-Konstellation einmal im Jahr – idealerweise vor der neuen Saison. Das dauert einen Nachmittag und kann über die Saison hinweg den Unterschied zwischen mittelmäßigen und starken Ergebnissen ausmachen.

FAQ: Snooker Wettanbieter

Brauche ich zwingend einen GGL-lizenzierten Anbieter für Snooker Wetten?
Ja. Nur Anbieter mit gültiger GGL-Konzession dürfen in Deutschland legal Sportwetten anbieten. Bei unlizenzierten Anbietern hast du keinen Rechtsanspruch auf Gewinnauszahlung und keinen Zugang zu Spielerschutzmechanismen wie LUGAS oder Einzahlungslimits.
Übernimmt ein Wettanbieter die Sportwettensteuer bei Snooker?
Manche Anbieter übernehmen die 5,3 Prozent Sportwettensteuer vollständig, andere geben sie an den Kunden weiter. Anbieter, die die Steuer tragen, bieten effektiv höhere Auszahlungsquoten — teilweise über 93 Prozent. Prüfe die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) deines Anbieters, um Klarheit zu bekommen.
Wie viele Anbieter bieten Snooker-Wetten in Deutschland an?
Von den 29 GGL-lizenzierten Sportwettenanbietern bieten die meisten zumindest Siegwetten bei großen Snooker-Turnieren an. Tiefe Marktabdeckung mit Handicaps, Century-Break-Wetten und breiten Livemärkten findest du aber nur bei einem Teil dieser Anbieter.
Woran erkenne ich einen guten Quotenschlüssel bei Snooker?
Ein guter Quotenschlüssel liegt bei Snooker-Wetten über 93 Prozent. Spitzenwerte erreichen bis zu 95 Prozent. Du berechnest ihn selbst, indem du die Kehrwerte beider Quoten eines Matches addierst und das Ergebnis durch 1 teilst. Je näher das Ergebnis an 100 Prozent liegt, desto besser für dich.